Far Harbor | Mein Eindruck

Dies ist ein Folgebeitrag zu dem Beitrag „Fallout 4 | Mein Eindruck“

Autor: ShapeBreak


 

Far Harbor, das erste DLC, welches konkrete Landschaft dem Spiel hinzugefügt hat. Anfangen tut es mit Zwei Eltern, die der Detektei Valentine den Auftrag geben, herauszufinden, was mit deren Tochter passiert ist. Einmal angekommen findet man nach einigen Hinweisen heraus, dass die Tochter nach Far Harbor gereist ist, um dort einer Gruppe Synths beizutreten, weil sie denkt, dass sie selbst ein Synth ist. Also ab auf’s Boot und hinterher.

Und die Katze kommt mit mir!

Dort einmal angekommen werden wir bedroht und merken sofort, dass ALLE geboosted sind! Ohne Quatsch, die Story hat mich so aufgeregt, dass ich am Ende der Geschichte die Kinder des Atoms einfach in die Luft gejagt hat, danach die Bürger von Far Harbor überredet habe Acadia zu stürmen und alle Synths zu massakrieren und zuletzt hab‘ ich dann einfach in dem Bunker die Verteidigung von Far Harbor ausgeschaltet und hab die Monster den Rest erledigen lassen. Es ist einfach unnormal unspaßig. Die Kinder des Atoms sind noch witzig, wisst ihr? So die Mobbingopfer, die kleinen Dreckskinder, über die man sich lustig macht, aber selbst das wird irgendwann unlustig. Dann gibt es die Synths, welche keine anderen Meinung zulassen, für die gibt es einfach Synths und nichts anderes. Selbst dieser DiMA kann sein Sektengelaber nicht von mir fernhalten und musste mich fragen, wie ich mich fühle, ob ich ein Synth bin und das schlimmste daran ist, dass du nur Vorlagen auswählen kannst, die ihm in die Karten spielen. Du hast 3 Szenarien, wo er sagt „Vorher waren keine Erinnerungen? Findest du das nicht seltsam?“ oder du sagst „Geht dich nichts an“ und dann ist das auch ein Sieg für seine kleine Fantasie, dass alle Synths wären, aber manche das nicht wahr haben wollen.

Und dann sind da nur noch die Inselbewohner. Die SUUUPER Inselbewohner, die 10x, ach, was sag‘ ich da, HUNDERT mal besser sind als die Festlandbewohner. Wir Festlandbewohner haben ja keine Ahnung, was auf der Insel für Gefahren lauern und was sich im Nebel alles versteckt hält, Jungs, haltet die Fresse. Original, der beschissene Nebel war nie eine Bedrohung, alles was da für Kleinvieh herum lauert würde von einer Todeskralle einfach nur zerfetzt werden, eure Insel ist nicht so heftig. Wenn der Nebel mich irgendwie beeinträchtigen würde, ja? Und dann noch mit meiner Schadensdynamik, die ich oben mehrfach vorgeschlagen habe, DANN hätte ich Respekt!
Aber das ist nicht der Fall, also haltet die Backen. Keiner interessiert sich für eure Insel. Und wenn ihr die Hälfte mal wirklich kennen lernt, werdet ihr sie auch hassen. Die komische Handwerksfrau da, schickt euch über die komplette Insel für verkacktes Werkzeug. Anscheinend ist sie sich selbst zu schade für den heftigen Nebel, den die Bewohner immer so toll finden und NUR die können damit umgehen. Bullshit, verreckt dran.

Es gibt auch einige Charaktere, die man wirklich mag, diese sind aber eher auf der Karte versteckt, beispielsweise, der Supermutant, der im Flugzeugwrack seine Hunde verkauft.

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Ich fände es auch schöner, wenn es auf Far Harbor eine gegnerische Partei gäbe. Die Bewohner im Hafen können meinetwegen weiterhin die größten Arschlöcher sein, packt dafür aber als Gegenleistung ein anderes Dorf auf die Karte und lasst diese Dörfer verfeindet sein. Lasst diese eine Hintergrundgeschichte haben, dass da ein ewiges Hin und her gab zwischen diesen Parteien. Und dann packt mehr als 4 Siedlungen auf die Karte!! Dann hat man mehr Spaß die Siedlungen zu erobern und auszubauen und außerdem kann man so Einfluss auf die Geschichte nehmen, indem man die Siedlungen den Parteien zuweist.

Ihr merkt, ich bin gerade ziemlich stark subjektiv, was eigentlich gar nicht gut ist, aber dafür spricht, wie gut die Menschen sich präsentieren und wie authentisch alles dargestellt wird. Rein von der Präsentation ist Far Harbor wirklich toll, die Insel ist beeindruckend gestaltet und die Story im allgemeinen ist fantastisch umgesetzt, es hat viel Spaß gemacht die Insel zu erkunden.
….Aber das Drecksvolk regt mich trotzdem auf!

Kommen wir zu den anderen Inhalten. Wie eben gerade erwähnt ist die neue Landschaft wirklich fantastisch und wirkt gar nicht, als wäre es einfach ein kleineres Commonwealth. Man merkt wirklich, dass man hier auf neuem Gebiet ist. Ebenfalls vorhanden sind tolle kleine Ortschaften, mit kleinen Easter Eggs:

 

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Es gibt wirklich allerlei Dinge zu entdecken. Es gibt sogar ein Hotel, wo man einen Mord aufklären kann. Falls ihr jedoch nach etwas sucht, das auch nachhaltig Spaß macht, werdet ihr hier enttäuscht. Einmal alles entdeckt und die Marine Rüstung eingepackt, werdet ihr von Far Harbor zurück ins Commonwealth abreisen und nie wieder zurück blicken. Denn die mageren 4 Siedlungen bieten nicht viel, außer bestenfalls Futterlieferanten. Aber selbst als das ist das eher schlecht, weil es wirklich nervig ist, wenn man im Commonwealth gerade etwas erledigt und in Far Harbor braucht eine Siedlung deine Hilfe, um sich zu verteidigen. Am Ende wird man gezwungen sein dort dann auszubauen, weil man nicht alle 5 Minuten zurück nach Far Harbor reisen will. Nervig.

Abseits davon gibt es in den Gewässern um die Insel darum viel zu entdecken. Versunkene Schiffe mit einigem Loot an Bord. Wer sich die Mühe machen will, alles um die Insel herum zu ertauchen, viel Spaß. Ich hab‘ mir den Spaß nicht gegönnt.

 

Ansonsten bleibt mir nichts zu sagen, dass Far Harbor es bestimmt schafft euch in seinen Bann zu ziehen. 25€ halte ich ein wenig zu teuer für den Spaß, eher angebracht wären 20€, da findet man jedoch sicher Angebote, damit der Preis bequemer wird. Aber sobald ihr dort alles gesehen habt, werdet ihr euch nichts mehr aus dem Ort machen. Da hat Bethesda es sich verkackt, dort wirklich etwas zu erschaffen, das Spieler nachhaltig interessieren könnte. Wenn man es richtig gemacht hätte, könnte Far Harbor eine komplette Alternative dem Commonwealth gegenüber sein. Dann gäbe es bestimmt Spieler, die sich als Waschechter Inselbewohner identifizieren würden.

Ach! Noch eine Sache. Die Rüstungen sind ganz nett, die Waffen haben mir SEHR gefallen, vor allem das Einzelschussgewehr, der Schrott ist auch ganz okay. Ich kann hier nur sagen, dass diese Sachen es auch gut geschafft haben, sich im Spiel zu integrieren, man kann sie toll zu dem bisherigen Arsenal hinzufügen und sein Repertoire ergänzen. Die neuen Werkstattsinhalte sind auch nicht von der Hand zu weisen. Am meisten hat mir das herum basteln mit den leuchtenden Flaschen gefallen. Damit kann man super Sachen bauen.

 

Bewertung: 7/10

Mit diesen Worten verabschiede ich mich nun.
Danke für’s lesen. 🙂

 

 

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