Call of Duty: Modern Warfare Remastered Multiplayer | Mein Eindruck

Autor: ShapeBreak


 

Wie im Titel hoffentlich kenntlich beschrieben, werde ich mich hier ausschließlich auf den Multiplayer beziehen.

Der Singleplayer ist meiner Meinung nach in der Call of Duty Reihe lediglich ein gut umgesetzter interaktiver Film, bei welchem die Spiel-Dynamik aus dem Multiplayer benutzt wird. Also für mich keinerlei Wertungs Bedarf.

 

Wenn ich mal ehrlich sein darf, ist die Dynamik in dem Spiel die beste in jedem Call of Duty. Das kommt größtenteils davon, dass die Maps, auf denen gespielt wird, perfekt auf die Dynamik ausgerichtet sind. Den Charakter zu steuern fühlt sich nachvollziehbar und gut an. Man soll sich fühlen, wie ein Soldat und nicht, wie ein Superheld und das ist gut umgesetzt. Die Schadensdynamik…Naja, es ist Call of Duty! Man stirbt halt schnell, wem das nicht steht, der sollte Overwatch spielen. Das Zielen ist in Ordnung, es gibt keine Perks, mit denen man schneller in die Zielansicht wechselt und das ist gut so. Dies dient zur Symmetrie des Multiplayer Spiels.
Alle Spieler spielen unter den gleichen Bedingungen.

Nun ja, Call of Duty Symmetrie halt. Es gibt Level, die nach und nach Waffen, Perks und andere Dinge freischalten. Dies wird oft in der Call of Duty Reihe kritisiert und da stimme ich teilweise zu. Ich fände es schon schöner, wenn man natürlich von Anfang an über alle Multiplayer Elemente verfügen würde und der Multiplayer dadurch symmetrischer wird. Ich möchte hier kurz einen Fachbegriff vorstellen, welcher in diesem Beitrag gerade wichtig ist:

 


Symmetrischer Multiplayer

Die Art von Multiplayer Spielen, wo alle mit den selben Möglichkeiten oder Optionen starten.


 

Jedoch finde ich, dass es Call of Duty in keiner Hinsicht schadet, dass es nicht symmetrisch ist. Man startet mit einer ordentlichen Reihe von Waffen und Perks. Beispielsweise ist die AK-47 schon mit Level 1 verfügbar und dies ist eine Waffe, die nun wirklich auf allen Leveln gespielt wird. Mit den Perks auf Level 1 kann man sich eine ordentliche Klasse erstellen. 3x Spezialgranate, Damage Boost und länger sprinten ist für mich eine super Klasse, welche gut funktioniert.

 

Perk 1 ist immer ein Ausrüstungsgegenstand, welchen du wählen kannst. Ein Raketenwerfer, Claymores, mehr Munition etc.

Perk 2 schraubt eher an der Dynamik des Spiels. Juggernaut für mehr Leben. Mehr Schaden von Waffen, bzw mehr Schaden von Explosionen, Doppel-Primärwaffen etc.

Und Perk 3 ist nochmal was für die Eigendynamik des Spielers. Patronen durchdringen mehr Wände oder man hat ein Perk, das ausgelöst wird, wenn man stirbt.


Das sind alles ein paar Beispiele, mit denen ich die Perks demonstrieren möchte.

 

Die restliche Symmetrie ist für ein Call of Duty eigentlich okay. Ich weiß, ihr kriegt alle ein Abfuck, wenn ihr das Wort „Killstreaks“ hört, aber hier sind sie in einem angemessenem Rahmen. Es gibt nur 3 und diese sind für jedes Level. Es gibt keine Killstreaks, für die man 25 Kills braucht und Level Over 9000 sein muss. Jeder kann sie bekommen und nach 7 Kills gibt es nichts mehr.

Ist auch nur meine Meinung, ich kann es schon verstehen, wenn Leute die Killstreaks stinken, sie können schon ziemlich nervig und unnötig sein, da habt Ihr ja Recht. Ich finde sie nur nicht schlimm, es ist nun mal eine Konsequenz, mit der man umgehen muss und auch kann.
Sooo, ich glaube, das waren nun genug lobende Worte für das Spiel. Kommen wir zu meinen Kritikpunkten:


„Remasterte“ Waffen
What the fuck. MW2 Waffen in MW1. Also ganz so schlimm sind sie nicht, das muss ich zugeben. Es ist nicht so, dass ich die Waffen als Übermächtig bezeichnen würde. Sie sind jedoch sehr Vorteilhaft ausgelegt. Die Werte dieser Waffen sind meistens gleich oder sogar noch ein wenig besser, als die der „besten“ Waffe einer Kategorie. Nehmen wir mal die leichten Maschinengewehre. Dort haben wir im Originalspiel 3 Stück. Zurzeit gibt es noch 2 weitere LMG’s, die man sich durch Vorratskisten verdienen kann. Wenn wir dort die PKM nehmen, merken wir, dass sie der perfekte Ausgleich zwischen den ganzen LMG’s ist:

 

 

Die M249 SAW ist meiner Meinung nach die schlechteste LMG. Die Schussrate ist einfach zu Absurd hoch. Das kann zwar nützlich sein, weil ich mit der guten Präzision gezielt viele Schüsse und somit Schaden auf ein Ziel konzentrieren kann, aber auf Langzeit kann mir das zum Nachteil werden. Besonders bei der verhältnismäßig langen Nachladezeit.

Die RPD ist eine bessere Version davon. Mit einer meiner Meinung nach guten Schussrate kann man damit besser Schaden konzentrieren, da das Visier präziser ist und der Schaden deutlich erhöht ist. Hoher Schaden einer Waffe ist immer wichtiger als die Schussrate. Schussrate ist nett, aber in Spielen, wo ihr mit eurer Munition haushalten müsst, werdet ihr Merken, dass ihr lieber eine Qualität, statt Quantität haben wollt. Natürlich darf die Schussrate aber auch nicht zu niedrig sein, aber das ist ein anderes Thema.

Nun die M60E4. In Call of Duty 4 musste man sich im Originalspiel meiner Ansicht nach immer zwischen der RPD oder dem M60E4 entscheiden. Das RPD für ein aggressives Vorgehen und die M60E4 eher für ein defensives. Während ich mit einer RPD ein Haus stürmen könnte, setze ich mich mit der M60E4 lieber erst irgendwo hin, spähe die Gegend aus und erledige von dort aus ein paar Ziele, bevor ich weiter gehe, da diese über eine große Wucht verfügt. Sprich, mehr Schaden, mehr Präzision, dafür niedrige Schussrate und hoher Rückstoß. Wird aber vom Visier gut ausgeglichen, auch wenn es etwas hässlich ist.

 

SO!! NUN ENDLICH zur PKM! Hier bekommen wir eine Waffe, die uns das beste aus beiden Waffen gibt. Mit mehr Präzision, als alle anderen LMG’s und äußerst gutem Schaden, welcher sich aus dem Grundschaden und der Schussrate zusammen setzt, haben wir hier den perfekten Mittelweg. Hiermit kann man gut offensiv UND defensiv spielen. Wer sich also nicht zwischen RPD und M60E4 entscheiden kann, ist mit der PKM äußerst gut bedient.

 

Und das bei einer Waffe, die sich nur…NUR durch Vorratskisten freischalten lässt. Und dann auch noch sehr langwierig.

Allgemein sind alle MW2 Waffen gut bestückt und garantieren dem Spieler gute Waffen, selbst wenn er im Prestige aufsteigt und damit eigentlich auf seine freigeschalteten Waffen verzichten sollte. Denn diese Waffen behält man für immer. Natürlich soll man den ganzen Vorratskistenwahn nicht noch einmal durchleben müssen, aber wir reden hier zum Beispiel von einer 3-Schuss Halbautomatik Pistole, die so viel Schaden macht, wie die Desert Eagle. HALLO!?! Naja. Es ist auch eigentlich Sinnlos sich darüber aufzuregen, denn wenn diese Waffen schon im Spiel sind, sollte man immer damit rechnen, auf sie zu treffen.


 

Teamdynamik
Eins muss man nun mal echt sagen: Die Teams sind viel zu klein. Während das auf einigen Maps gut funktioniert, wie Shipment, Crossfire oder District, gibt es auch Maps auf denen das gar nicht funktioniert. Wie Bloc…oder Countdown. Auf Bloc nisten sich die Leute nach einigen wenigen Sekunden in Ihren Lieblingspositionen ein und verharren dort für den Rest des Spiels. Es verkommt zu einem Campergame, bei dem dir nichts übrig bleibt, als das Spiel mitzuspielen. Und so kommt es, dass diese Matches viel zu lange dauern, weil keiner aus seinem Loch rauskommt und es wird nicht einmal die Siegespunktzahl von 75 Kills erreicht. Außer natürlich du oder jemand anderes spielt dort nicht mit. Ich bin jemand, der überhaupt nicht auf seinem Arsch sitzen bleiben kann, also habe ich auf Bloc grundsätzlich mehr als 20 Tode…während ich auf Crossfire oder Crash nicht mehr als 5 habe.

In der 2007 Version konnte ich auf einen Custom Server joinen, wo 10 gegen 10 waren. Oder sogar noch mehr. Dort hat sowas nicht funktioniert, weil die Leute gar keine Möglichkeit hatten sich so effektiv einzucampen. Das hat vielleicht eine Weile funktioniert, aber irgendwann wurden sie einfach überrannt. Selbst Maps, wie Crossfire hat das nichts abgetan, wenn auf einmal nicht 6 gegen 6 waren, sondern 15 gegen 15. Das hat einfach funktioniert. Die Teamdynamik könnte man also eigentlich mal gerne anheben, dann spielt sich das Spiel viel besser. Verspreche ich euch.


 

Fehlender Serverbrowser
Jaja, der Serverbrowser. Seit Black Ops 1 fehlt der nun, glaube ich. Doch CoD4 hatte ihn. Das tolle neue Menü sieht zwar super aus, aber nirgends ist ein Button für den Serverbrowser. Wieso nicht? Call of Duty 4 läuft auf Dedizierten Servern. Jedoch nur für das Matchmaking. Also, es muss nicht mitten im Spiel kurz unterbrochen werden, um einen neuen Host zu finden. Das ist super, aber geht noch besser. Ich kann in meinem Privaten Spiel bis zu 17 bots hinzufügen, wieso kann ich dann kein Öffentliches Spiel hosten, wo ich meine eigenen Regeln erstelle, wie…..mehr als 6 Spieler!? Im Ernst, das kann doch DIE Lösung für mein zweiten Kritikpunkt sein. Im Allgemeinen hätte der Spieler mehr Kontrolle über sein Spielerlebnis. Manchmal hat man nun einmal auf eine bestimmte Map keine Lust bzw. man möchte nur eine einzige Map mit einem einzigen Modus spielen (Crossfire TDM 24/7!!!). Just Saying. Kein richtiger Kritikpunkt, eher etwas, das mir fehlt.

 

 

Das waren schon meine Kritikpunkte. Überraschend wenig und eigentlich solche Nichtigkeiten, wenn man mal vergleicht, was ich an anderen Spielen alles auszusetzen habe, bzw. was ich bei anderen Spielen für große Probleme sehe. 😂

Naja, das liegt größtenteils daran, dass Call of Duty nunmal nicht das am meisten komplexe Spiel ist. Weiter im Text. Nun wird sich vielleicht jemand fragen, warum ich nichts schlimmes an den Vorratskisten finde. Weil diese Dinger (abgesehen von den wohlgesonnenen Waffen) dem Spieler keinerlei Vorteile geben. Eine andere Nahkampfwaffe macht nicht den Unterschied. Es MAAG sein, dass irgendjemand quatscht, dass einige dir mehr Reichweite geben…Jaaa. Okay. Selbst, wenn das stimmt, dann ist das so. Wenn ich mal ausrechne, wie oft ich in Call of Duty gemessert werde, wird es da nichts großes dran ändern, wenn eine Nahkampfwaffe mal ein bisschen mehr Reichweite hat, mag zwar unfair sein, ist aber ganz nett, für diejenigen, die mutig genug sind ein Spiel nur mit seiner Nahkampfwaffe zu bestreiten.

 

Ich habe mich beim schreiben dieses Beitrages oftmals dabei erwischt, wie ich einen Gesichtspunkt aufnehme und diesen verharmlose. Das liegt daran, dass ich mitbekomme, dass manche Dinge der Community stark missfallen. Ich teile die Meinung da nicht so stark und finde es belanglos sich darüber aufzuregen. Call of Duty 4 macht seinen Job richtig. Ihr hattet alle euren Spaß die anderen Teile zu mobben, aber CoD4 kann mir wirklich keiner erzählen, dass das ein schlechtes Spiel ist, auch, wenn ich einige Designentscheidungen in Frage stelle. Es ist ein sehr solides Spiel meiner Meinung nach.

 

Bewertung: 7/10

Mit diesen Worten verabschiede ich mich nun.
Danke für’s lesen. 🙂

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